Von Bodrum bis Fethiye ...

Die südliche Ägäis, hier in der Bucht von Marmaris,- eins der bekanntesten Touristikzentren der Türkei
Die südliche Ägäis, hier in der Bucht von Marmaris,- eins der bekanntesten Touristikzentren der Türkei

erstreckt sich der als "südliche Ägäis" bezeichnete Küstenabschnitt der türkischen Provinz Mugla, wobei die eigentliche Grenze Marmaris und die Daraçya Yarımadası (Bozburun Halbinsel) bilden.

Viele Urlauber halten diesen Teil der Ägäis für den schönsten Teil der Küsten innerhalb der gesamten Türkei, und ich persönlich kann dem nicht widersprechen. Es ist einfach eine zauberhafte Umgebung mit immer neuen Eindrücken, welche einen hier umgibt.

Nicht umsonst entstanden hier die international bekannten und renommierten Urlaubsdestinationen, wie Bodrum, Marmaris und Fethiye.

Dazu findet man in deren Umfeld noch hunderte von reizvollen, sehenswerten Ortschaften. Sie alle aufzuzählen wäre wie ein Kampf gegen Windmühlen, die man hier im südlichen Teil der Ägäis nach erfolgreichen Restaurierungen wieder zahlreich bewundern kann. Vor allem auf der Datca-Halbinsel findet man ganz in der Nähe des Hauptortes besonders sehenswerte Exemplare.

Karte  der Provinz Mugla, deren Bezirke an der Küste den Bereich der südlichen Ägäis bilden
Karte der Provinz Mugla. Der Küstenabschnitt von Mugla wird als südliche Ägäis bezeichnet.

Kartenansicht Südliche Ägäis

Sowohl die Halbinseln von Bodrum und Datca, als auch die Gegend um Akyaka und Fethiye, gehören zu der Provinz Muğla. In keinem Fall sollte man während einer Reise in diese Region einen Besuch der kleinen Hauptstadt am Rande des Elgin und Alti Cam-Gebirges, auf einer Hochebene, versäumen!

Man erreicht Muğla auf der Hauptstraße (D400), die von Fethiye über Akyaka, (ab dort Richtung Norden D550), nach Aydin und Izmir führt. Von Akyaka sind es bis dort nur etwa 20 km und von Bodrum, Datca und Fethiye etwas mehr als 100 km.

Reste einer Stadtmauer auf dem nördlichen Hügel bezeugen, dass Muğla bereits in der Antike, bei den Karern, ein wichtiger Ort gewesen ist.

Der Verwaltungssitz Muğla ist eigentlich keine „Touristenstadt“, sondern Mittelpunkt der rundum ansässigen Bevölkerung der Region.

Moderne Wohnviertel umschliessen das eigentliche Zentrum von Muğla, wo sich der Markt und das daran anschließende Altstadtviertel befindet. Hier geht es noch orientalisch zu, kleine Gassen mit unzähligen Läden und Handwerksbetrieben, bestimmen das Bild. Sehr malerisch, die alten Häuser in traditioneller Bauweise, teilweise schön restauriert, in jedem Fall voller Charme.

Besonders interessant ist es in Muğla am Donnerstag, dem  Markttag. Die Bevölkerung aus der ländlichen Umgebung kommt, um eigene Produkte anzubieten oder für den Wochenbedarf einzukaufen.

Für durstige Biertrinker ist der Besuch einer alten Bierstube im Eckhaus am Markt sehr lohnenswert, im ersten Stock gelegen, urig,.. traditionell eingerichtet und mit Blick auf das bunte Treiben auf dem Markt.

Datça Halbinsel

 

Wie ein Finger ragt markant, die knapp 100 km lange Datçahalbinsel westlich von Marmaris ins Meer und teilt es an dieser Stelle in den Golf von Gökova und den Golf von Hisarönü.

Eine landschaftlich reizvolle Gebirgsstraße (D400) führt kurz hinter Marmaris auf einen Pass, von dem man, bei klarer Sicht, eine super Aussicht hat. Auf der einen Seite die Bucht von Gökova und zur anderen Seite die Bucht von Hisarönü. An klaren Tagen kann man sogar die griechische Insel Symi erkennen.

Früher war es eine besonders zeitraubende Fahrt über fast unbefestigte Wege, heute ist die neu gebaute Straße fertiggestellt, und Datca von Marmaris aus in etwa einer Stunde zu erreichen.

Auf der anderen Seite des Passes, in Richtung Datca, kommt man zunächst in eine landwirtschaftlich genutzte, fruchtbare Ebene und hat jederzeit die Möglichkeit zu einem Stopp direkt am Meer, um vielleicht in einer der vielen kleinen  Buchten ein Bad zu nehmen!

Kurz vor Datca sehen Sie schon von weitem Ruinen von einigen Windmühlen, die dort auf einem Hügel stehen. Sie sind zu einer Art Wahrzeichen des Ortes geworden.

 

Marmaris, Türkei

Im Jahr 1958 gab es in Marmaris ein verheerendes Erdbeben, bei dem fast die gesamte Stadt zerstört wurde. Die meisten Gebäude stammen daher aus den 60er und 70er Jahren. Als sich zu Beginn der 80er Jahre in vielen türkischen Küstenorten der Tourismus entwickelte, wurden auch in Marmaris sehr viele Hotels errichtet.

 

Dem Stadtbild hat dieser Massentourismus bisher jedoch nicht geschadet. Außerdem hat Marmaris einen großen Yachthafen und ist daher besonders bei Seglern ein beliebter Ort. Von hier aus kann man sehr schnell zur griechischen Insel Rhodos übersetzen. Das Gebiet rund um den Yachthafen ist auch eine gute Adresse für einen Stadtbummel. Hier gibt es zahlreiche Boutiquen und Restaurants, die sich über Gäste freuen. Marmaris liegt in einer sehr ruhigen, fast völlig geschlossenen Bucht.

 

Mitunter könnte man sogar meinen, es handele sich um einen See, so ruhig ist das Wasser hier. Umgeben wird alles von Bergen, die mit Pinienwäldern bewachsen sind. Damit hat Marmaris seinen Besuchern ein sehr schönes naturlandschaftliches Panorama zu bieten. Die Berge schützen Marmaris vor schlechtem Wetter, so dass es hier selbst in der Nacht immer angenehm warm ist. Die Strände von Marmaris gehören zu den schönsten der Türkei. Hier kann man nicht nur die Sonne genießen, sondern auch tauchen, surfen, segeln oder ausreiten. Marmaris ist aber auch ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge zu den sehenswerten antiken Ruinenstädte der ägäischen Küste.