SELIMIYE, - im Tourismus aber "SIDE" !!

Antikes Stadttor von Side in einer Sepiaaufnahme

SIDE ? oder doch besser SELIMIYE , wie der wohl bekannteste Ferienort an der türkischen Riviera eigentlich richtig heisst.



, Eigentlich will ich ja kein Reiseführer sein, aber hier mal so "offizielle"Informationen, teils aus Wikipedia, teils von "Tourpartner". Ist halt schön formuliert, teilweise von mir ergänzt oder abgeändert, aber eine nette Einleitung zu meinen Eigenergüssen.

Das hat Abi teilweise von Wikipedia und von Tourpartner, das hier ist der Quellennachweis!! Ich weiss nicht was das eigentlich ist, Abi wahrscheinlich auch nicht, aber er meint wenn man was nicht selber formuliert ist es urheberrechtlich geschützt. Und das hier wäre so schön ausgedrückt, das könne er auch nicht besser sagen, also...
SIDE oder SELIMIYE ? ..für den Touristen wahrscheinlich egal. Zweigt man beim Kilometerstein 75 der Landstraße Antalya-Alanya,der D400, bevor man nach Manavgat kommt, in Richtung Meer ab,so kommt man nach 3 km zu der Ortschaft Selimiye,Diese Ortschaft liegt auf der 800 m langen und 350 m breiten gleichnamigen Halbinsel und ist inmitten der antiken Überreste von Side erbaut. Obwohl ein großer Teil der antiken Überreste der Stadt freigelegt sind,befinden sich wichtige Teile der Ruinen noch unter den Häusern und dem Sandstrand. Aus diesem Grunde ist das Gelände unter besonderen Schutz gestellt.Grabungen und Klassifizierungen werden ständig fortgesetzt.Die Gegend,die wegen tektonischer Erdbewegungen und Sand-Erosionen etwa 1.000 Jahre nicht besiedelt war,wurde zu Beginn dieses Jahrhunderts von türkischen Aussiedlern von den Ägaischen Inseln neu belebt.
Mit Ackerbau,Treibhauspflege und Fischerei brachten die Umsiedler neues Leben hierher.Heute haben die neuerrichteten Feriendörfer im Osten und Westen der Halbinsel beim "Titreyen Göl" und bei "Kumköy" dazu beigetragen,daß die Gegend der Favorit des türkischen Tourismus ist. Die Anlagen geben den Besuchern nicht nur Sonne,Sand und Meer für die Ferien ,sondern vermitteln zugleich Ausflüge,die kulturbetont sind,wie auch Aktivitäten in der Natur wie Jagen,Bergtouren,Kanusport,Zelten und Autosafari. Die an den Stränden der heute unter Denkmalsschutz gestellten Halbinsel von Side gelegenen,tourstischen Anlagen,zählen zu den besten der Welt und haben zum Ziel,jährlich ansteigende Besucherzahlen zu beherbergen.
Side ist eine der herausragendsten Stätten der Türkei. Kaum eine andere Stadt besteht aus einer derartig grandiosen Synthese von Antike und Moderne. Den Eingang zum Ort beherrscht das antike Theater und die mächtige Stadtmauer mit Bogenportal. Ein Spaziergang entlang des malerischen Fischerhafens führt an hübschen Restaurants vorbei zur Agora und zum Athena- sowie zum Apollontempel. Seine Popularität verdankt Side seiner vortrefflichen Lage auf einer von langen Sandstränden eingerahmten Landspitze. Orangenhaine und Baumwollplantagen sowie die fast verschwenderische Blumenpracht unterstreichen die natürliche Schönheit dieser Landschaft. Im Sommer wird die Stadt für den Autoverkehr gesperrt und verwandelt sich in einen einzigen großen Basar. Lassen Sie sich faszinieren von Side - denn hier atmet noch der "Geist der Antike" inmitten eines lebendigen und modernen Urlaubsortes.


SIDE IM WANDEL

Schon in unserem Urlaub Oktober 2009 in Ilica-Kumköy spürte man deutlich dass sich in Side grössere Veränderungen anbahnen würden. Überall hörte man von einer Promenade die gebaut werden sollte,... nach dem Vorbild der Promenade im EvrensekiBeachPark, die ja hier in der Region die Vorreiterrolle gespielt hatte. Dies erschien uns dann aber doch etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt von den Verantwortlichen, waren doch die natürlichen Gegebenheiten nicht vergleichbar. 

Auf Evrensekiseite eine  damals noch intakte Dünenlandschaft die man Angesichts des zu der Zeit einsetzenden Booms der Türkeireisen -insbesondere an die Riviera- der  gerade entstehenden Hotelerie opferte; auf der Sideseite teilweise wild und ohne Genehmigung errichtete Bauten, denen man jetzt mit einer Nachstrukturierung unter Einhaltung bestehender Richtlinien und Gesetze  zu Leibe rücken wollte.

Das wollten wir uns dann doch nicht entgehen lassen und sind entgegen unseren Vorsätzen den Winter-Urlaub 2009/10 mal "anderswo" zu verbringen doch wieder hierher, wenn gleich mit unserer Hotelwahl, dem ADALYA Res.& Spa in Evrenseki doch eine, wenn auch kleine räumliche Distanz gegeben war.

Was wir dann aber auf unseren täglichen Spaziergängen erlebten verschlug uns doch fast die Sprache.

Ohne Rücksicht auf Namen, Alter oder Institutionen, ..es wurde alles weggeputzt was der Promenade im Weg stand.

So mussten alle Hotels Teile der Gärten opfern die entgegen der damals schon bestehenden Gesetze teilweise bis an (ja auf !!) den Strand gebaut waren, ja einige Strandbars fielen der resoluten Durchsetzung ganz zum Opfer.

Und so präsentierte sich uns der Strand, der eigentlich keiner mehr war, während des Baus der... 

Die Sidepromenade im Bau, 2009/10

Am Wenigsten betroffen durch die Verschönerungsarbeiten in und um Side war die -für mich- schon immer interessantere Ostseite mit der herrlichen Aussicht über den Oststrand bis Sorgun. Diese zwei ineinander laufenden Strassen, die Barbaros Sk. sowie die Lale Sk. bildeten schon von jeher eine natürliche Promenade, die durch den alten Ortskern regelrecht geschützt wird... ..vor allzu drastischen Baumassnahmen wie etwa auf der Westseite, wo doch so manches liebgewonnene "Ziel" zum Opfer fiel. Aber hier an der von mir so genannten Ostpromenade hat sich erfreulicherweise in einem Punkt nichts geändert, mein Lieblingsziel hier ist unverändert geblieben, und es wäre auch regelrecht schade, würde sich dies in absehbarer Zeit ändern.
Es ist die Mercan Pansion, im Volksmund bei "Baba Ali" genannt, die mich schon seit vielen Jahren anzieht, und der Besitzer, eben besagter Baba Ali, ein touristisches Urgestein von Side ist. Es ist kein mondäner Platz der denen ähnelt die sich den neuen Ansprüchen angepasst haben und wo ein Lokal dem anderen nachempfunden ist, so wie man sie an jedem beliebigen Urlaubsort weltweit finden könnte. Hier aber ist noch die Türkei, die viele (wie auch ich) in den letzten Jahren schmerzlich vermissen.

Hier ein Bild der Mercan Pansion..

Die Mercan Pension an der Ostpromenade, Lale Sokak, in Side

..ist ein echt lohnenswertes Ziel, will man mal  den doch schon recht einheitlichen gewordenen Angeboten der renommierten und angesagten Restaurants am Hafen entfliehen.

Hier wird noch auf traditionelle Art und Weise gekocht, und das zu Preisen für die man andernorts teilweise mehr als das Doppelte, wenn nicht gar das dreifache bezahlt.

Natürlich muss man hier auf die Austattung der konkurrierenden Masse verzichten, sehr einfach ist hier die Einrichtung gehalten.

Aber das Wichtigste sind die hier immer sehr sauberen Toiletten, die unverbaubare wunderschöne Aussicht und das hervorragende Essen.

Und "mein" EFES ist immer sehr schön gekühlt !!

Überhaupt ist die..

Die Aussichtsterrasse in Side,.. die Ostpromenade. Barbaros und Lale sk.

..ein lohnenswertes Ziel, es gibt hier ausser "Baba Ali" natürlich noch eine ganze Menge besuchenswerter Lokalitäten, mit tollen Aussichtsterassen und vernünftigen Angeboten, und oftmals sehr viel preiswerter als an der Westseite, die aufgrund ihrer Erreichbarkeit von den Orten Kumköy, Evrenseki und Colakli her, doch etwas stärker frequentiert

erscheinen.

Oft schon hatte ich das Gefühl das viele Leute den Eindruck haben am Apollotempel wieder umkehren zu müssen Richtung Hafen, man hat ja das Motiv im "Kasten" das für einen "echten" Türkeiurlaub gilt.

Dabei bräuchte man nur ein wenig nordwärts zu laufen um weitere lohnenswerte Blicke und würdige Motive zu erhaschen, sei es man macht Abstecher in die Seitengässchen der Altstadt, die einem ganz andere Perspektiven eröffnet, oder man folgt eben dieser Strasse, die zu den antiken Ausgrabungsstätten führt und am Theater wieder auf die Hauptstrasse trifft, die in gerader Linie zum Hafen führt.

 

Einfach traumhaft ist mittlerweile,..

Fotografischer Bummel durch die  Altstadt Side

Traumhaft sind auch die immer neuen Eindrücke, das Wechselspiel von Altertum und Moderne. Trotz der aufwendigen Renauvierungen hat der Charme von Side nichts eingebüßt. Man muss sich nur mal etwas abseits der Touristenpfade bewegen, die kaum einmal die Hauptstrassen oder Promenade verlassen.
Schaut doch einfach mal hinter die Verkaufsgassen, da gibt es Winkel mit versteckten Cafes, kleinen Pensionen, und auch geschichtsträchtige Ruinen.
Hier findet man Motive zum Fotografieren noch und noch, und das alles aus ungewöhnlichen Perspektiven.
Gerade die Winterzeit bietet sich dafür hervorragend an.


Auch hier begegnet man immer wieder mal dem Apollotempel, aber aus etwas ungewohnter Perspektive, wie etwa von der Rückseite des Apollon-Garten, den man erreicht, wenn

man die hinter der Moschee vorbeiführende Gasse Richtung Hafen schlendert.

Der Apollotempel mal aus ungewöhnlicher Perspektive

In SIDE hat sich viel getan in den letzten Jahren, vor Allem ...

...in der antiken Stadt Side.
Es ist beachtlich, was für ein Fortschritt allein in den letzten 10 Jahren gemacht wurde. Die Ausgrabungen seitlich der Zufahrtstrasse nach Side sind entrümpelt,sortiert und arrangiert worden. Freier Zugang ist nun auch möglich, ausser den kostenpflichtigen Einrichtungen wie des Theaters oder des Museeums.
Man sollte sich auf jeden Fall nicht an sogenannte, und selbst ernannte, Führer wenden, die einen immer wieder ansprechen und mit verschiedensten Tricks arbeiten.
Von Bildern machen, Lagepläne verkaufen, ja jede Erklärung soll man honorieren. Das geht manchmal soweit , dass diese "Führer" einen in ein vorher empfohlenes, superpreiswertes Lokal begleiten wollen, wo man deren Verzehr dann plötzlich auf der Rechnung hat.
Offizielle und ausgebildete Führer erkennt man an den sichtbar getragenen Ausweise, mit Lichtbild und offizieller Legitimation.
Auf jeden Fall ist ein Bummel durch die Ruinenstadt hochinteressant und durchaus sehenswert.
Übrigens macht ein Spaziergang durch die Dünen am Oststrand auch viel Spaß, kann man doch auch, neben einem herrlichen Blick auf Side, hier weitere Ausgrabungen bewundern.

Fotografischer Bummel durch Antik-Side

Und so präsentierte sich...

Die Side Strandpromenade im Winter 2010/11
Strandlokale an der Promenade Side
Die Strandpromenade Side

Ja, und das war ein geradezu erschütternder Anblick der sich uns da bot.

Kaum noch als Strand zu bezeichnen war in diesem Winter 2010/11 der Strand von Side im Bereich vor Side Star und Side Sun Beach. Hier liegen auch noch das Nova-Beach, Dogan, Side Beach Club, Altinkum, Can Garden, Leda, Neptün und andere.
Hat hier der der Bau der neuen Promenadeschon für gewaltige Einschnitte in die Breite des vorhandenen Strandes gesorgt, so sorgt das Wetter und das Meer für die jetzigen Verhältnisse.
Was Experten vorausgesehen haben hat sich hier jetzt gezeigt. Die anbrandenden
Wellen spülen jetzt nach Aufprall auf die Promenadenmauer den Sand weg.
Früher konnten sich die Wellen auslaufen, was lediglich zu relativ kleinen Schäden im Side Hotel führte, welches direkt am damals noch vorhandenen Strand lag.
Heute ist das jetzt Side Beach Club Hotel hinter der Promenade verschwunden, hat aber keinen Strand mehr.
Genauso ergeht es all den anderen Hotels die sich Richtung Side befinden, überall nur noch Steine und Felsen, kaum als Strand zu bezeichnen.
Da erscheinen die Namen der Hotels fast als Hohn, "Beach Hotels",..ich kann nur hoffen, dass zur Sommersaison zig-tausende Tonnen Sand angekarrt und aufgeschüttet werden.
Ansonsten werden viele Urlauber der betroffenen Hotels enttäuscht sein.

 

Blick nach "Günes Garden" (side) von der Promenade

Wenn auch wie hier meines Erachten nach der Ausbau eines Gehwegs gelungen ist, und an einigen Stellen ein solcher Weg ja auch dringend notwendig war, so bin ich sicher nicht alleine mit der Meinung, dass die Promenade insgesamt nicht mit glücklicher Hand angelegt wurde. Es hätte bei der Führung derselben etliche Alternativen in gewissen Abschnitten gegeben, wenn auch manchmal in einiger Entfernung zum Strand,

die aber einen Vorteil gehabt hätten,... der Raubbau am Strand und der Kampf mit dem Meer um den so eminent wichtigen Sand, der wäre erspart geblieben.

Wenn die Promenade auch stark genutzt wird, etwas langweilig ist sie schon geworden,..

die "Strandläufer" früherer Tage waren auch nicht weniger, lediglich gehandicapte Urlauber haben es jetzt erheblich leichter auch mal zu Fuss nach Side zu kommen.

Hier ein paar laufende Bilder, welche die Problematik nach dem Bau der Promenade verdeutlichen.

Hatte das Meer vorher eine natürliche Auslaufzone, so nagt die Brandung jetzt immerfort an der Stützmauer die eigentlich die überhöhte Promenade schützen soll.

Der SIDE-Strand im Dezember 2011 in wesentlich besserem Zustand

Es musste was passieren und es ist was passiert,..man hat sich um den haltlosen Zustand des Strandes gekümmert und ihn vorm endgültigen Fraß der Brandung geschützt.

Man hat ihn um ca 2m aufgeschüttet und durch Steine gesichert. Quasi eine Mauer vor der Mauer der Strandpromenade. Dann erst hat man wieder Sand aufgefüllt,und siehe da... der Strand ist in diesem Jahr noch da und präsentiert sich schöner und gepflegter als vor Jahresfrist.

Der Strand von Side im Winter 2011/12

mehr Bilder wie immer in den Galerien,..aber weiter geht es auf...

Am Hafen in Side, Blick zum "The End", mein bevorzugtes Fischrestaurant
Am Hafen in Side 2002, Blick auf das Fischrestaurant "The End"