Armutalan, - Wanderung durch die neue Trekkingzone nach Asparan

Blick aus dem Wandergebiet Armutalan über die Bucht von Marmaris. Im Vordergrund Siteler, im Hintergrund Cennet Ada
Blick aus dem Wandergebiet Armutalan über die Bucht von Marmaris.

Heute am 6.Tag wollten wir uns in die neu angelegte yürüyüş yolu wagen, der Trekkingzone Armutalan, welche, den eingefahrenen Wegen der einheimischen Imker folgend, das  bewaldete und hügelige Gebiet zwischen Marmaris, Icmeler und der neuen Datca yol (D400) bis zum Gemeindegebiet von Hisarönü erschliesst.

Vorneweg,... ein sehr schönes Wandergebiet, welches aber meist von Radwandergruppen und Mountainbikern genutzt wird.

Reinen Wanderern oder Trekkingtouristen begegnet man eher selten.

Wir aber schlenderten nach ausgiebigem Frühstück an diesem Morgen Richtung Hauptstrasse, wo wir am Finanzamt die Strassenseite wechselten um direkt nach Armutalan hinein zu gelangen. Immer auf der linken Seite entlang der Hänge der begrenzenden Berge,..oder Hügel, suchten wir den Zugang zum Wandergebiet, der leider noch nicht ausgeschildert ist.

Aufgrund unserer Ortskenntnisse aus früheren Spaziergängen in Armutalan fanden wir diesen aber recht bald, und nachdem wir uns in einem Süpermarket noch mit Getränken und Snacks eingedeckt hatten, stand der Tour durch die Berge nichts mehr im Weg.

Auf einem unbefestigtem Fahr- und Gehweg ging es stetig bergan und schon sehr schnell bekamen wir erste Weitblicke zurück über Marmaris und den Hafen, wo wir in der Ferne die am Kai liegende AIDA-Diva erkennen konnten.

Aber immer weiter führte uns der bequem zu laufende Weg hinauf und nach ein paar Biegungen entlang eines stark bewaldeten Hügels eröffnete sich der erste Blick über die Bucht von Marmaris mit der Passage nach Rhodos zwischen Cennet island und Icmeler. Wenig später dann auch ein Blick hinunter zu den Hotels nach Siteler, den wir aber in stetigem Aufstieg schnell hinter uns liessen. Bald hatten wir eine Anhöhe erreicht die scheinbar die höchste des Wandergebietes ist, und uns eine schöne Rundumsicht ermöglichte. Zum ersten Mal auch in Richtung Asparan und in die Berge um Hisarönü.

Nach einer Abzweigung nach links Richtung Siteler führte uns der Weg dann in schönen weiten Schleifen hinunter in das Tal des Asparan Cay, wo wir uns entscheiden mussten zwischen dem Weg nach Arkutca, einem durch seinen hervorragenden Waldhonig bekannten Dorf an der D400 (Datca yolu), oder dem Weg nach Asparan, einem bekannten Ausflugsziel für türkische Familien an der Gemeindegrenze zu Değirmenyani, einem Ortsteil von Hisarönü.

Nach einer kurzen Rast entschieden wir uns dieses herrliche Wanderwetter auszunutzen und den Weg nach Asparan zu nehmen.

Dazu mussten wir aber den Bach überqueren, was wir auf dem folgenden Weg noch zweimal tun mussten. Während Bärbel ihre Schuhe jedesmal auszog versuchte ich jeweils

auf wackelig angelegten Steinfurten die andere Seite mit trockenen Füssen zu erreichen. ..es klappte nur halbwegs.

Entlang des hier noch jungen Asparan spazierten wir ungefähr eine Stunde fast eben auf einem Schotterpfad durch eine herrlich natürliche Landschaft, dann fanden wir uns an der Wandertafel am Abzweig nach Icmeler wieder.

Aber unsere Entscheidung war ja schon vorher gefallen, wir wendeten uns nach rechts und folgten dem Weg nach rechts durch ein nun immer weiter werdendes Tal mit blühenden Feldern. Nach kurzer Zeit ging der Weg in eine asphaltierte Strasse über, welche für den landwirtschaftlichen Verkehr angelegt wurde. Auf dieser Strasse erreichten wir nach ca 2km unser Ziel,- ASPARAN.

Dieses bekannte Ausflugslokal, mit Grillstellen und einem grosszügigen Kinderspielplatz, liegt an der alten Strasse nach Datca zwischen Icmeler und Hisarönü und war an diesem Tag hoffnungslos überfüllt, so dass wir auf unsere eigenen Vorräte zurückgreifen mussten und eine Rast am Fluss einlegten.

Von hier aus war es nur noch etwas mehr als ein Kilometer zur D400 und so machten wir uns dorthin auf den Weg.

Nach nur wenigen Schritten lud uns ein älterer freundlicher Türke ein in sein Auto zu steigen. Leider musste er nach Hisarönü und nicht nach Marmaris, also in die entgegengesetzte Richtung, aber wenigstens blieb uns der Gang entlang der belebten Strasse erspart. An der Kreuzung, mit Dolmuşhaltestelle, stiegen wir mit einem herzlichen Dank und gegenseitigen wortreichen guten Wünschen aus und warteten beim Genuss einer Zigarette auf einen Bus nach Marmaris.

Nach zwanzig Minuten wars dann soweit und wir konnten einsteigen und nach einer Viertelstunde Fahrtzeit erreichten wir die Passhöhe über Armutalan.

Hier hatte ich plötzlich wieder Hummeln im Hintern und so bat ich den erstaunten Fahrer anzuhalten. Den Blick von der Datca Yol über Marmaris und Armutalan wollte ich mir nicht entgehen lassen und so spazierten wir ab hier entlang der Strasse hinab nach Marmaris. An der Kreuzung bogen wir dann aber nach Armutalan ein, wo wir uns an der nächsten Bar dann ein kühles erfrischendes Efes gönnten.

Auf direktem Weg quer durch den Ort erreichten wir unseren Ausgangspunkt am Morgen, den Kreisel an der Strasse nach Icmeler vorm Finanzamt.

Nach einem weiteren Efes im Orkide-Garden liessen wir den Tag am Poseidon-Otel ausklingen. Wir genossen wieder einmal die tolle Lage mit seinen phantastischen Ausblicken, das eiskalte Efes an der Poolbar,... und die Freundlichkeit unseres Barkeepers Murat.