WIE ALLES BEGANN

Die Geschichte über "mein " TRAUMLAND TÜRKEI beginnt im August 2000. Das war der Zeitpunkt unseres ersten gemeinsamen TÜRKEI-URLAUBES, und mein "Spatzerl" noch keineswegs begeistert von der Wahl unseres Urlaubsortes, den ich für dieses Jahr vorgesehen hatte. SIDE sollte es sein,.. schon damals eine der bekanntesten und beliebtesten Urlaubsdestination in der Türkei.

Und so landeten wir im Corolla Hotel in Side, nicht Kumköy, wie viele auch schon damals fälschlicherweise  alles nannten was ausserhalb von Side lag, .. denn Kumköy als Dorf gab es eigentlich gar nicht, es ist lediglich eine Urlaubsdestination der Ortsgemeinde Ilica, die heute sogar eigene Stadtgemeinde ist.

Aber wir befinden uns ja jetzt im Corolla Hotel, das genau an der imaginären, aber auch reellen, Grenze zu Ilica liegt.

Es gibt das Corolla ja noch immer, mittlerweile ist es verkauft und war im Umbau als wir im Dez./Jan 2010-11 dort waren, und ich hoffe dass sich der unsagbar schlechte Ruf dieses Hauses wieder zum Guten wendet, denn zu der Zeit unsres Aufenthaltes 2000,

war dies genau nach der Eröffnung,....

..und da wurde wirklich fast unwahrscheinliches geboten.

Man präsentierte die angebotenen Speisen in Bufettform in einem Rahmen, das jedem 5***** Hotel zur Ehre gereicht hätte.

Zur Unterhaltung gastierte sogar , auf Einladung des Besitzers (Özden) die  russische

Nationalmannschaft im Synchronschwimmen, die ihr Olympiaprogramm abends im herrlich beleuchteten Pool des Hotels darbot. Ganze 4000 $ kostete Herrn Özden dieser Spaß, immerhin waren sie zu der Zeit amtierende Olympiasieger !!

Es hätte also alles perfekt laufen können in diesem Haus, doch schon nach relativ kurzer Zeit, etwa einem halben Jahr, gabs die ersten Querelen, die auch die Gäste mitbekamen, und von daher,..weils ja nicht angenehm war, zeichnete sich schon durch erste negative Kritiken der Trend deutlich ab.

Heute machen hier nur noch eingefleischte Fans dieses Hotels hier Urlaub, für uns blieb es der einzige Aufenthalt hier, ....obwohl es ein wirklich toller Urlaub war.

Ansicht vom Garten des Corolla Hotels
COROLLA **** - Ansicht der "Poolseiten des Hotels über die grosszügige Anlage

War das Corolla auch ein Hotel in 2ter Reihe, so zeichnete es sich, vor allem für einen ersten Urlaub in der Türkei, durch seine ansonsten optimale Lage aus. Es war alles in kurzer Zeit zu erreichen, was man in dieser Region damals so sehen sollte.

Meine Frau "Bärbel" vor dem Apollo-Tempel in Side
Meine "Göttin",..Spatzerl

Side z.B, die Stadt selber,--wir waren ja im Köy (=Dorf),also etwas ausserhalb--

erreichte man nach ca 30min Fussweg, entweder am Strand oder an der Strasse.

Für ganz Bequeme gabs ja auch noch den Dolmus, (=überfüllt) einen Minibus der manchmal mehr Leute auf einmal beförderte als ein Linienbus der Stadt München),

dessen Station sich damals an der "Dolmus-Bar" befand, etwas unterhalb des Hotels an der Hauptstrasse gelegen. Dann dauerte es nur in etwa 5-6 min bis man am Ziel war.

Side war ja schon immer ein lohnendes Ziel, aber heute, nach einer amtlich verordneten Grundrenovierung, ist es noch attraktiver denn jeh. Auch sind die diversen Verkäufer nicht mehr so aufdringlich , gar lästig, als zur damaligen Zeit.

Sie sind halt echte Nachkommen griechischer Seeräuber, und das merkte man damals eben. Und einen merkwürdigen Dialekt reden die "Sideaner", mit Idiomen durchsetzt, den sogar Türken aus anderen Gebieten kaum verstehen. Aber das ist ja bei uns ähnlich.

Bauernmarkt in Manavgat,..der Magnet
Bauernmarkt in Manavgat,..der Magnet

...Ja und mit besagtem Dolmus erreicht man dann auch bequem Manavgat, mit dem Touristenmagnet "Markt", Side hatte zu der Zeit noch keinen eigenen, und den anderen lohnenden Ausflugszielen, wie "Selale" (=Wasserfall), --den kleinen..eher Stromschnellen,aber nur bis hierher können die Boote fahren--, oder den "grossen", zwar nicht sehr hoch aber mit einer imposanten Breite.

Der Autor vor dem grossen Wasserfall in Manavgat

Hier bin ich an besagtem "grossen" Wasserfall, der schon ein lohnenswertes Ziel ist, aber Manavgat hat noch viel mehr zu bieten; und das erfährst Du wenn Du eines der Bilder anclickst, Markt = Manavgat, Wasserfall = Manavgatregion oder die entsprechenden Links.

Was uns aber beiden am Herzen lag, vor allem aber mir (Spatzerl lag z.d.Z. auch hin und wieder gern am Strand) waren Ausflüge in die Gegend,...Plätze an denen kein Beton die Schönheit dieser Region störte..., und das war "CENNET", das Paradies.

Das war zwar vom Corolla aus ein Fussweg von ca 13 km (ein Weg), den wir in einem Urlaub manches Mal bis zu 5-6 mal unternommen haben,...hin und zurück zu Fuss. Zu der Zeit gab es keinen Gündogdu-Dolmus, und ab Colakli sind wir in all den Jahren nur zwei mal gefahren,...wenn es bei "Mehmet in der Oase"  mal wieder länger geworden ist.

Dieses Gebiet, welches sich auf der Gemarkung "Gündogdu" befindet, wo es damals noch keine Hotels gab (Ausnahme Tayyarbey, das man aber Colakli zuschlug),ist auch heute noch ein Naturschutzgebiet, das sich von Aktas bis Denizkent zieht.

Allerdings durfte eine renommierte Hotelgesellschaft auf der Gemarkung Denizkent,- genauer gesagt, bei Denizyaka-, schon ein Resorthotel errichten, ..ähnlich wie es die Defne-Gruppe --mit dem "Kumul"-- in den Dünen von Gündogdu durfte.  $$$$ ???? !!!!  Dieses Res.-Hotel trägt den phantasievollen Namen "Lykia World Linksgolf Antalya Resort &Spa",...unglaublich, allein schon so ein Name ist eine Vergewaltigung der Natur, die an der Riviera schon bald Vergangenheit ist.

Auf Gündogduseite  gibt es ja schon ein weiteres Hotel ,.. das "Roma", und es bleibt abzuwarten wann bei Denizyaka sich ein zwei weitere Hotels dazugesellen.

Was man damit auch den hier heimischen Menschen antut, denen bald kein Rückzugsgebiet mehr bleibt, ist der Tourismusindustrie scheissegal. Es wird ja nicht einmal der Tourist selber gefragt ob es nicht mal genug ist.

Die bestehende Bettenkapazität ist heute schon doppelt so hoch wie zur Zeit benötigt, und ob der augenblickliche Boom Jahr für Jahr die gleichen Steigerungsraten erzielt wage ich doch zu bezweifeln. 

Die Riviera ist doch heute schon relativ uninteressant, der Tourist hier nur noch abgezockt.

Unser Paradies in Gündogdu im Jahr 2000
Blick zurück aus dem Paradies Richtung Side

 

Solche Aufnahmen wie hier sind heute nur noch an ganz wenigen Küstenabschnitten an der Riviera möglich, aber auch erst wieder weit hinter Alanya,...wo die Riviera eigentlich schon zu Ende ist.

Hier ist ein Bild, das ich kurz nach Betreten des Paradies gemacht habe, ein Blick zurück aufs Piratennest, eine Strandbar (eigentlich "Aktas-Bar") die auf einem Felsen stand, ..und die es heute leider nicht mehr gibt.

Mehr über das Piratennest und mein Cennet erfährst Du wenn Du das Foto  oder hier anclickst.

Jetzt aber wieder zum Corolla zurück, wo ja wie gesagt alles begann.

Nicht nur die Lage des Hotels war gut, das Hotel selber hatte einiges zu bieten, was wir aber nur selten nutzten.

Es hatte einen schönen grossen Pool, wie ihn damals nur wenige Hotels hatten, aber wir legten nur einmal einen Pooltag ein,..einen halben!! Für sowas ist mir  mein Urlaub zu schade, ..ich muss halt immer was sehen und erleben.

Der große schöne Pool des Hotel Corolla

Das Beste am Hotel, neben besagt gutem Essen, war aber für mich die Strandbar.

Dort konnte ich mich zumindest mal etwas länger aufhalten als im Hotel, ..es war ja von den Aussichtsmöglichkeiten her kein Vergleich in dem Sinne, liegt die Strandbar, die es heute in der Form nicht mehr gibt, doch an einem schönen Strandabschnitt dieser Region, mit  herrlichem Blick Richtung Side.

Damals war sie noch von etwas "Grün" umgeben, heute verläuft hier die neue Promenade von Side, und von der Natürlichkeit ist nicht mehr viel geblieben, aber das ist eine andere Geschichte.

Ja die Strandbar hatte es mir angetan, war sie doch dem Hotel nicht direkt angeschlossen sondern von diesem -wie damals durchaus üblich- nur angepachtet, und der Inhaber  -"ALI"-  in kurzer Zeit einer meiner besten Freunde wurde.

Egal in welchem Hotel wir in der Folgezeit unterkamen, ein Besuch an der Corolla Strandbar war für mich nicht nur ein Muss,...es war vielmehr das Wiedersehen mit längst guten alten Bekannten und Freunden.

Dazu kam wie gesagt noch die Lage und die Umgebung, die uns hier so manchen der wunderschönen Sonnenuntergänge bescherten, die es an der türkischen Riviera gibt.

Sonnenuntergang an der Beachbar des Corolla Hotel in Side

Ich hatte ja schon gesagt dass ich hier sehr viele nette Leute getroffen habe, von denen ich einige bis heute zu meinen besten Freunden zählen darf,...

Foto meines besten türkischen Freundes
Mein bester Freund, eher wie ein kleiner Bruder

..wie ihn, NEBI, für mich mehr als nur ein Freund. Ihn kenne ich von allen Bekannten die ich in der Türkei habe am Längsten, und bis zum heutigen Tage haben wir uns nie aus den Augen verloren, geschweige denn einmal vergessen. Wir haben schon zusammen Urlaub gemacht, haben Ausflüge unternommen und Dinge gemacht von denen der Normaltourist nur träumen kann. Ihm habe ich auf meiner Site hier einen extra Menüpunkt gewidmet. Er hat es verdient ausführlicher behandelt zu werden,..er ist mehr für mich als nur Freund,...Bruder.

Nebi war zu der Zeit Koch hier in dieser eigentlich privaten und für jedermann zugänglichen Strandbar, denn damals gab es nur ganz selten AI, und die Leute wollten auch mal etwas landestypisches probieren,...das gab es damals auch noch, heute auch nicht mehr überall. Aber Pommes rot-weiss haben sie alle. Schauderhaft.

Ja und so eine Bar war auch gleich nebenan der "Hukuk" (= Anwalt), der Hukukcular zugehörig war, einer Sitesi (=Siedlung/Wohnanlage), aber ebenso öffentlich und der auch, wie alle Strandbars damals, seine Stammgäste nicht nur aus den umliegenden Hotels hatte. Die kamen oft schon von weit her, wie zu "Mehmet´s Oase" in Colakli, aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Auf jeden Fall haben auch wir oft bei Korkmaz hier gehockt und auf den Sonnenuntergang gewartet.

Idyll am ehemaligen Strandrestaurant "Hukuk"

 

Leider gibt es ihn auch nicht mehr den Hukuk, er musste auch der neuen Promenade weichen, wie so viele. Wir haben Korkmaz dann später an seinem neuen Platz neben dem "Side Mare"- Strand besucht, aber dieser Platz war einfach nicht geeignet um Stimmungen alter Zeiten herauf zu beschwören.

Ja und als wir im Januar 2011 mal vorbei schauen wollten, lag alles wüst zu Bruch,..

wie so manches am /fast) gesamten Kumköy-Strand.

Und daran waren nicht die vorhergegangenen Unwetter allein schuld.

Aber wir sind ja während unseres Corollaurlaubes in Side, und so geht es auch dort weiter, und zwar mit ...

Der Eingang zur Dolmusbar in Side

.. mit der Dolmusbar, damals die wohl angesagteste Bar weit und breit,..und es gab mehr  Bars als heute.

Das lag einmal daran dass sie sich direkt neben der Dolmustation befand, die ja heute in der Seitenstrasse neben dem Corolla ist, und zum Anderen an seiner wirklich anschaulischen Lage inmitten von noch!! reichlich "Grün"..wie ich es nenne.

Die weitaus wichtigste Rolle jedoch spielte das Buchungsverhalten und die -möglichkeit der damals noch vorwiegend deutschen Gäste,--es gab Halbpension,AI war noch eher selten-- und da war der abendliche Spaziergang nach dem Essen angesagt.

Und weil zu der Zeit (Markzeit) das Bier in den Bars ausserhalb der Hotels meist nur um die Hälfte, ja oft nur ein Drittel des Hotelpreises zu bekommen war, trank man es eben dort. Da waren die Bars noch voll, und ALLE konnten gut leben und hatten nicht ums Überleben zu kämpfen wie heute.Ausserdem waren diese Bars fast allesamt auch Restaurants in denen man mittags mal gern eine Kleinigkeit zu sich genommen hat. Es war ja zudem sehr preisgünstig.

Die meisten der früheren Bars sind ja schon verschwunden, und es soll keiner behaupten das läge nicht am AI. Natürlich nicht, aber dadurch wurde das Verhalten vornehmlich unserer deutschen Gäste --und deren unnachahmlicher Menthalität des "es ist doch bezahlt, da müssen wir doch ins Hotel zurück"-- nachdrücklich beeinflusst.

Schade eigentlich, denn um zum Thema zurück zu kommen, davon ist auch "meine" Dolmusbar betroffen, und seit dem Bau und der Fertigstellung der neuen Promenade von Side nach Kumköy ist es nicht besser geworden.

Yusuf sitzt heute zumeist alleine da und wartet auf Gäste, die derweil lieber promenieren.

Das haben wir nicht gebraucht, wir sind am Strand lang "gelatscht" !!!

Früher kamen die Gäste aus den umliegenden Hotels, dem Corolla,Bella,Emirhan,Dosi, und Arum, fast jeden Abend, die Zeiten sind eh rum.  Die Hotels gibt es noch, aber wir haben AI- und Eurozeit. Pleitezeit.

Das solls mal gewesen sein mit der Schilderung unseres ersten Urlaubes, was wir noch in diesem und weiteren Urlauben erlebt haben erfährst Du in den jeweiligen Menüs,-- einfach mal stöbern.

 

Übrigens,...Mehr Bilder vom Hotel und dem Urlaub gibts in den GALERIEN